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Vorplatz

Die Geschichte des Horbacher Kirchplatzes, beginnt schon mit der Errichtung der ersten Kapelle im 15. Jahrhundert. Vermutlich war die Umgebung der Kapelle schon damals mit einer festen Mauer umgeben und diente der Horbacher Bevölkerung als Schutz vor Räubern und Plünderern. Das Kapelleninnere bot Platz für die Frauen und Kinder, die die befestigten Gutshöfe nicht schnell genug erreicht hatten. Vom Turm aus konnte man das Land überblicken und hinter den schützenden Mauern des Kirchplatzes suchten die Verteidiger Deckung vor den Angreifern.

Mit der Pfarrerhebung 1804 wurde der Kirchplatz zum Kirchhof, auf dem nun die Toten der Gemeinde beigesetzt werden durften. Vor 1804 mussten die Toten in Richterich bestattet werden.

Mit der Erweiterung der Pfarrkirche 1846 wurde der Kirchhof auf absehbare Zeit zu klein für die Verstorbenen der Gemeinde. So legte die Zivilgemeinde 1848 den heutigen Friedhof an. Die Gräber auf dem Kirchhof wurden später eingeebnet und der Platz wurde begrünt. Im Jahr 1903 ließ Pfarrer Eschenbrücher, als Erinnerung an seine Lourdespilgerfahrt, eine prächtige Lourdesgrotte mit Madonnenfigur auf dem Kirchplatz erbauen. Später wurde die Grotte versetzt und ein Kreuz wurde an der Kirchenmauer errichtet (neben der Grabplatte). 1958 wurde dieses Kreuz an die Ecke Bremenberg/Lehnsherrenstrasse versetzt. Zum goldenen Priesterjubiläum von Dechant Reiner Klein 1959 wurde auf dem Kirchplatz die Christ-König Plastik aufgestellt. Sie ist durch den Stolberger Künstler Ludwig Mohnen geschaffen worden. Außerdem wurde der Platz mit Ziersträuchern (Magnolie) begrünt und die Kirchplatzmauer wurde mit neuen Toren versehen. Am 11. Mai 1962 wurde Dechant Reiner Klein im Schatten „seiner" Kirche beerdigt.

1980 wurde der Vorplatz durch die Firma Goffart & Münzenberg neu gepflastert. In Abstimmung mit dem Bauordnungsamt und dem Generalvikariat entschied man sich für gebranntes Ziegelpflaster (Kaiformat).

(IMG_9690.jpg; 273 kB) In den letzten Jahren wurde immer wieder darüber nachgedacht, einen Platz zu schaffen, auf dem man nach den Gottesdiensten ungestört verweilen könnte. Anfang Mai 2005 wurden diese Pläne konkretisiert. Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat beschlossen die Grünanlage vor der Kirche umzu gestalten und zu pflastern. Im Vorfeld der Arbeiten wurden von freiwilligen Helfern aus unserer Gemeinde die vorhandenen Grünpflanzen entfernt. Zum Leidwesen einiger Gemeindemitglieder musste auch die große Magnolie gefallt werden.

Das Grab des Dechanten Reiner Klein musste ebenfalls eingeebnet werden. Die vorhandene Grabplatte wurde an der Kirchenmauer befestigt.

Die Pflasterarbeiten wurden von Björn Soeren aus unserer Gemeinde durchgeführt. Die Gartenbaufirma Creusen aus Richterich bepflanzte die neu entstandenen Blumenbeete. Die Christ-König Statue wird an die Kirchenmauer versetzt. Die gesamten Umbauarbeiten konnten durch eine Spende gedeckt werden.

Vorplatz Vorplatz (IMG_9691.jpg; 263 kB)

Bei den Bauarbeiten wurden einige Backsteinmauerreste entdeckt, die wahrscheinlich das Fundament der alten Lourdesgrotte darstellten.

Wessen Grab sich an der Kirchenmauer befindet ist leider nicht zu ermitteln, da die Inschrift nicht mehr erkennbar ist. Jedoch lässt der in die Grabplatte eingemeißelte Kelch auf einen Priester oder Rektor der Pfarrkirche schließen.

Horbach, im Juli 2005
Autor: Jan Pontzen (Chronist der Pfarre St. Heinrich)

Patrozinium 2007

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