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Ikone

Marienikone Ikone von nah)

Die Ikone der "Immerwährenden Hilfe" aus dem 19. Jahrhundert ist in einem schlichten Holzrahmen gerahmt und wurde 1998 restauriert

Ikonen (griechisch eikon, "Bild", "Abbild") sind kirchlich. Der Zweck der Ikonen ist, Ehrfurcht zu erwecken und eine existenzielle Verbindung zwischen dem Betrachter und dem Dargestellten zu sein, indirekt auch zwischen dem Betrachter und Gott. Ikonen werden in der Kirche als Andachtsgegenstände angesehen.

Die Horbacher Ikone der "Immerwährenden Hilfe" wurde 1941 von einem Herrn Emonts gemalt und ähnelt dem Bild, das in der Kirche St. Alphons in Rom verehrt wird. Die Ikone wurde im April 1941 an einem neu gefertigten Mariahilfaltar unter der Orgelempore aufgestellt. In der Chronik der Pfarre findet sich ein päpstliches Schriftstück, das einen vollkommenen Ablass am Tage der Aussetzung des Bildes, am Jahrestag (dem 1. Mai) und am 27. Juni, dem Fest des Bildes zusichert. Der Besucher des Bildes, der nach den "gewöhnlichen Meinungen" betet, erhält einen Ablass von "täglich 300 Tagen".

Ausschnitt Kopf Maria Ausschnitt Jesuskind Ausschnitt Engel links Ausschnitt Engel rechts

Urkunde

Urkunde

Übersetzung:

Papst Pius XII.

zur dauerhaften Erinnerung

Da wir vernommen haben, dass in der Pfarrkirche St. Heinrich in Horbach im Gebiet der Diözese Aachen, ein Bild der Seligen Jungfrau Maria von der immerwährenden Hilfe ausgestellt worden ist, ähnlich dem Bild, das in der Kirche St. Alphons in Rom verehrt wird, haben wir, um die Frömmigkeit der Christgläubigen zu mehren und um für das Heil der Seelen zu sorgen, in frommer Liebe bedacht auf die himmlischen Schätze der Kirche, den Kardinal-Großpönitentiar, unseren geschätzten Sohn der Heiligen römischen Kirche gehört und gewähren allen und jedem einzelnen Christgläubigen beiderlei Geschlechts, die ihre Sünden bekannt und bereut haben und sich durch die heilige Kommunion gestärkt haben, die die oben genannte Kirche und das Bild am Tag der feierlichen Einweihung und an den künftigen wiederkehrenden Gedenktagen dieses Tages und am Fest der Seligen Jungfrau Maria von der immerwährenden Hilfe, ja auch, wer an einem ihm beliebigen Tag der sieben unmittelbar darauf folgenden Tage, ehrerbietig jährlich besucht haben und dort für die Eintracht der Führer der Christen, die Ausmerzung der Irrlehren, die Bekehrung der Sünder und die Erhöhung der Heiligen Mutter Kirche fromme Gebete zu Gott haben ausströmen lassen - die dies getan haben, voll Erbarmen im Herrn einen vollkommenen Ablass. Ebenso gewähren wir großzügig denselben Christgläubigen, die an besonderen frommen Übungen teilgenommen haben, die unter Billigung des Ordinarius in der oben genannten Kirche selbst nach der Art der übrigen Kirchen, in denen das oben genannte Bild ausgestellt ist, einmal im Monat nach der Vorstellung des ?Moderators" abgehalten werden können, auch die Erlangung des vollkommenen Ablasses unter den gewohnten Bedingungen, einmal im Monat, und zwar an dem Tag, an welchem die oben genannten Gebete gesprochen werden. Außerdem erlassen wir in der gewohnten Form der Kirche denselben Christgläubigen, die im Herzen bereut haben, sooft sie selbst die erwähnte Kirche und das erwähnte Bild an einem beliebigen Tag des Jahres besucht haben und dort, wie oben gesagt, verehrt haben, einen Ablass von dreihundert Tagen.

Gegeben zu Rom, bei St. Peter, unter dem Ring des Fischers, am 4. Juli 1941, im dritten Jahr unseres Pontifikats.

Anstelle des Herrn Kardinal Aloys Maglion

Staatssekretär

Dominikus Spada

Der Text wurde dankenswerterweise im März 2008 durch Dr. Hermann Krüssel (Lateinpädagoge am bischöflichen Pius-Gymnasium Aachen) übersetzt. (Original Urkunde im Pfarrarchiv Horbach)