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Stürmische Zeiten

Bäume in im Herststurm

Der Herbst hat so viele verschiedene Seiten: mal die wohlig-gemütliche, mal die bunt-heitere, mal die unangenehm-kühle, mal die windig-stürmische.

Der Herbststurm bringt so einiges in Bewegung, reißt alles mit sich, was nicht niet- und nagelfest ist, wirbelt das Verstaubte hoch, sorgt für Rückenwind oder erfordert viel Widerstandskraft. Dieser ist für mich mehr als eine reine meteorologische Erscheinung, er ist eine notwendige existentielle Erfahrung.

Zwei biblische Bilder fallen mir dazu ein. Das eine stammt aus dem Markusevangelium (Mk 4,35-5,1), wo die überwältigende Angst und Perspektivlosigkeit angesichts des heftigen Wirbelsturms greifbar wird. Die jetzige Situation, in der ein erfahrener Steuermann das Steuer aus der Hand gibt, fühlt sich ähnlich an und löst viele Fragen aus: Worauf setzten wir unser Vertrauen? Was trägt uns als Kirchengemeinde durch diese stürmischen Zeiten? Wie gelingt das gute Miteinanderin unserem gemeinsamen Boot?

Das zweite Bild ist das Pfingstgeschehen, bei dem der Sturm als Wirkung und Zeichen des Heiligen Geistes beschrieben wird – inspirierend, begeisternd, anstoßend, mitreißend? Ich bin dankbar für Menschen, die auch in unseren Gemeinden die Fenster und Türen ständig aufreißen. Ich bin dankbar für die vielen Weggefährten, die frische Luft hereinlassen und neuen Schwung bringen. Ich bin dankbar für die Menschen, die angesichts der großen Veränderungen das Bewährte sichern und erhalten. Ich bin auch dankbar für Menschen, die sich den Widerständen aussetzen und standhalten.

Letztendlich bin ich sehr dankbar für diese Erfahrung der stürmischen Zeiten.
Für die Gemeindeleitung: Tetyana Lutsyk